[staying home]

fast auf den tag genau, vor acht jahren, die wanderung auf das hocheck: und gestern sollte der tag feierlich (auf gleicher strecke) begangen werden. sauseschritt feiert mit e. und hofft auf weitere jahre aufrechten und sorgsamen ganges. wunderschön, dass es das/dich gibt!


der/die städter/in ist wieder einmal sprachlos. noch [vor kurzem ....] hatte sich lokales brauchtum für sauseschritt als irritierend erwiesen. diesmal gilt dies auch auf 1600 m seehöhe!
samstag vormittags: mitten im nationalpark und fremdenverkehrsgebiet


dies ist schließlich tatsächlich der fall. während unsere herzen stocken, gibt sich der einheimische am nebentisch gelassen und murmelt etwas von funkgeräten. ahnungslos passiert das wanderpaar. jagdszenen aus kärnten, also, im naturpark nockberge. es lebe der naturschutz und das wanderbare österreich!


handlungsanweisung: sofort browser schließen -> das gerät runterfahren -> die sonnenbrillen suchen -> notdürftig bekleiden und dann: AB INS FREIE !!!!!!!! (auch wenn es mitunter gefährlich werden könnte)

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arbeiten sie flexibel, selbstorganisiert, rund um die uhr - und dennoch reicht das geld hinten und vorne nicht? sie sind attraktiv, engagiert, flexibel, dynamisch, freundlich, kreativ - aber trotzdem ohne job? fehlen Ihnen pass und arbeitserlaubnis, um überhaupt arbeiten zu dürfen? oder sind sie alleinerziehend, ohne kinderbetreuungsplatz? - allesamt prekär!
schreiben die kolleg/innen der <



wir nähern uns mit riesenschritten dem ersten mai. während so manche genoss/inn/en der



sauseschritt wurde mit diesen merkwürdigen gestalten erst kürzlich konfrontiert, auf dem weg nach poysdorf. in einem waldstück entlang des bundesstraße großes remmi temmi. der straßenrand zugeparkt, jede menge nutzfahrzeuge, viel gröhlen und aufgeregtheiten. dann, in weiterer verfolgung der straße, der maibaumtransport vor uns. ein traktor zieht, ein altes, abgewracktes auto bildet die auflage für den stamm und dahinter eine art motorisierter pferdewagen mit betrunkenen, die ihrem bäumchen folgen. österreichische volkskultur eben: die niederösterreichische spielart. man zeigt mit fingern auf uns und ruft uns derbe scherzworte zu als wir geduldig und völlig entgeistert hinter der erscheinung herfahren. hinter dem brauchtum muß die metropole einmal, ja diesmal zurückstecken. wien gegen niederösterreich, das ist brutalität.
was hat es nun mit dem maibaum auf sich? sauseschritt hat recherchiert und

um den maibaum, der am ersten mai aufgestellt wird, spielen sich verschiedenste bräuche ab. dazu gehören die maibaumbeschaffung aus dem wald, seine entrindung, das schmücken, aufstellen und bewachen, aber auch die sportlich-spielerische entwendung des maibaums einer nachbargemeinde und die feier seiner auslösung mit freibier durch die besitzer. neben bemalten maistangen, deren wipfel naturbelassen, bekränzt oder mit einer krone ausgezeichnet sind, gibt es, besonders im gebiet südlich von münchen, maibäume mit figurenschmuck, der häuser, kirchen, handwerkszeuge, tanzpaare oder religiöse motive abbildet und seitlich am stamm befestigt wird.
aber muß man dazu ständig betrunken sein?, denkt sauseschritt mit aller verfügbarer distanz von arroganten stadtbewohnern. nach erfolgreichem überholmanöver finden wir zu dem dörfchen, das auf seinen anrollenden maibaum bereits wartet: männer (ja richtige männer), mit dopplern bewaffnet, blockieren das plätzchen neben der straße. nimmt es denn kein ende heute? denn schon zuckeln wir hinter dem nächsten maibaum transport her.



medialer totentanz: schiavo, der papst und juhnke! dann auch noch das gerede um den frühling. lieber wieder


wendla: warum hast du mir das kleid so lang gemacht, mutter?
frau bergmann: du wirst vierzehn jahr heute!
wendla: hätt' ich gewußt, daß du mir das kleid so lang machen werdest, ich wäre lieber nicht vierzehn geworden.
frau bergmann: das kleid ist nicht zu lang, wendla. was willst du denn! kann ich dafür, daß mein kind mit jedem frühling wieder zwei zoll größer ist? du darfst doch als ausgewachsenes mädchen nicht in prinzeßkleidchen einhergehen.
wendla: jedenfalls steht mir mein prinzeßkleidchen besser als diese nachtschlumpe. -laß mich's noch einmal tragen, mutter! nur noch den sommer lang. ob ich nun vierzehn zähle oder fünfzehn, dies bußgewand wird mir immer noch recht sein. - heben wir's auf bis zu meinem nächsten geburtstag; jetzt würd' ich doch nur die litze heruntertreten.
frau bergmann: ich weiß nicht, was ich sagen soll. ich würde dich ja gerne so behalten, kind, wie du gerade bist. andere mädchen sind stakig und plump in deinem alter. du bist das gegenteil. - wer weiß, wie du sein wirst, wenn sich die andern entwickelt haben.
wendla: wer weiß - vielleicht werde ich nicht mehr sein.
frau bergmann: kind, kind, wie kommst du auf die gedanken!


[jetzt werden wieder alle kommen und sagen, sauseschritt sei sooooo negativ ....]

die zwerge werfen lange schatten,



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