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un, deux, trois ....

 

iraq

-3

foto by adavies.org

(...) The young marine lit a cigarette and let it dangle. White smoke wafted around his helmet. His face was smeared with war paint. Blood trickled from his right ear and the bridge of his nose. Momentarily deafened by cannon blasts, he didn't know the shooting had stopped. He stared at the sunrise. His expression caught my eye. To me, it said terrified, exhausted and glad just to be alive. I recognised that look because that's how I felt too. I raised my camera and snapped a few shots. (...)

we read it again and again - these stories of boys in wars. they follow the journalists and the journalists follow them. they are part of the war and war is in them, forever. this time its the so called marlboro-man. read his story in the observer (via 3quarksdaily)

botero5der kolumbianische maler fernando butero stellt nun seine arbeiten über abu ghraib in washington (ENG) aus. das wird naturgemäß kontroversiell diskutiert, interessanterweise auch zwischen den kritikern der geschehnisse. die zeit berichtet (GER):

(...) Aber es nicht so sehr diese Geschichtslosigkeit, die befremdet. Es ist vielmehr die Entertainisierung des Irakkrieges, für die die Ausstellung nur ein Beispiel ist. Dieser Vorwurf ist weniger Botero zu machen, der seine Bilder Berkeley kostenlos überlassen will, sondern vielmehr all jenen Schriftstellern, Filmemachern, Regisseuren und Drehbuchautoren, für die der Krieg im Irak nur ein Steinbruch ist, aus dem sie, um mit Adorno zu sprechen, Produkte der Kulturindustrie herausbrechen (...)

only lately the media were full of scandals centered around the usa based mercennary enterprise called blackwater and its main contractor, the us state department. 0n 16 september 2007 17 civilians were killed in bagdad by private blackwater military forces. what is hiding behind the company´s their smart internet presentation calling upon global stability solutions ? jeremy scahill, the author of Blackwater: The rise of the World´s Most Powerful Mercennary Army gives an interview on the agency´s dirty business in iraq and elsewhere:

you tube provides a full arsenal of videos on the issue of blackwater, so if you feel you would like to know more, just go ahead. let´s hope that these videos will not be flagged as being inappropriate for our moral and you tube´s business interests.

washpost

my son has done his duty and spent a year in iraq. he is due out in february of 2005. they have now told him that he will be deployed back in december and that his military career has been prolonged. he does not want to go back. he has lost 25% of his hearing and he has the shakes. i am very concerned for him as he has been home from base (colorado springs) for 3 weeks and all he did was drink. i suspect he might be doing some sort of drug. his wife and child are leaving him. this is what he has to be thankful for after serving his country,
writes a concerned mother to michael moore. in the meantime the washington post continues its remote_a counting.

telepolis hat sauseschritt auf das buch von michael moore remote_a aufmerksam gemacht, in dem briefe us-amerikanischer soldaten und soldatinnen abgedruckt werden. damit mag wohl eine dimension des krieges im irak erschlossen werden, die immer mehr an die zeiten des zweiten vietnamkriegs erinnert. wer will, mag auch an anderer stelle nachlesen, etwa in remote_a oriana fallacis bedrückenden berichten aus vietnam.
allerdings ist sich sauseschritt unschlüssig, ob es hilft, die tage des herrn busch zu zählen, wie dies remote_a jimmy mit solch (automatisierter) leidenschaft tut. denn selbst wenn nach 20 tagen ein herr kerry die globalisierte landschaft siegreich betritt: was könnte dies wesentlich an imperialer politik ändern? denn dies scheint die crux us-amerikanischer (gegenwärtiger und zukünftiger) politik zu sein: daß souveräne imperialisten gesucht sind, wie andrea böhm in der neuesten ausgabe von remote_a le monde diplomatique treffend titelt. sie zitiert dabei einen satz von us-senator william fullbright, indem dieser vor der remote_a arroganz der macht warnte: unter dem zwang, beweisen zu müssen, was längst offensichtlich ist, beginnt sie große macht mit totaler macht zu verwechseln: sie kann keinen fehler eingestehen, muss jeden konflikt gewinnen - egal wie trivial er sein mag. gepaart mit einem in der us-amerikanischen bevölkerung grassierenden gefühl gesellschaftlicher ohnmacht, sei diese haltung gegenwärtiger (und wahrscheinlich auch zukünftiger regierungen, merkt sauseschritt hier an) eine explosive mischung, schließt böhm an und sieht dem ausgang der wahlen in den vereinigten staaten mit skepsis entgegen.

datum

a (not so) new magazine is on the austrian market. and we learn from the latest issue that blogs are still on the agenda.

remote_a godany verdankt sauseschritt den hinweis auf die online ausgabe von remote_a datum, das uns in der gegenwärtigen ausgabe zwei artikel über die irakische bloggerszene beschert. nicht ganz taufrisch, aber immerhin wird uns erklärt, was salam pax und wien miteinander zu tun haben.

the united states has spent more than $126bn on the war in iraq, which will ultimately cost every american family an estimated $3,415, according to a new report by two thinktanks. the report, published yesterday by the leftwing remote_a institute for policy studies and foreign policy in focus also counts the human costs. remote_a reports julian borger in the guardian.

deleted auf dem rückflug nach wien ist sauseschritt in den guardian vertieft, der in seiner wochenendbeilage vom 25. juni eine remote_a reportage über den alltag kämpfender mujaheddin in kerbala, falluja und sadr city bringt. der schnoddrige aber bezeichnende untertitel: the only fun the kids get - shooting at the US sitting ducks.
wir stecken in amsterdam fest, um auf passagiere zu warten. vier amerikaner drängeln um mich herum, an ihrem handgepäck unschwer als musiker erkennbar, an ihrem aussehen unzweifelhaft als altfreaks. post - woodstock - freaks, manche/r aus der gebeugten leserschaft weiß, wer damit gemeint ist. der kontakt mit meinen neuen sitznachbarn ist schnell hergestellt. einer von ihnen (langes glattes schütteres haar zu einem zopf gebunden) überlegt süffisant, ob auch amerikanische zeitungen (so wie der guardian) über die toten des krieges informieren: 11,317 irakische zivilisten, 6,370 irakische soldaten und 952 soldaten der us - amerikanischen koalition. mein nachbar meckert über die anmaßung us amerikas, weltpolizist sein zu wollen, verliert sich in ätzende bemerkungen über die von klm dargereichten sandwiches und schläft dann ein. der weg von l.a. ist lang, die zeitverschiebung nicht unerheblich.
ach ja; die herren sind auf einer dreiwöchigen tournee durch südosteuropa (sarajevo, kosovo) und den nahen osten. "good old rock music, doors, stones and others ..." das zielpublikum: us amerikanische soldaten an ihren stützpunkten. "to cheer them up a little bit ...."
irgendwo remote_a da draußen spielen und singen die herren jetzt, möglicherweise sympathy for the devil. und belasten mit ihrer gage das us amerikanische kriegsbudget - somit auch jenes der amerikanischen durchschnittsfamilie.

a few weeks after the end of the war in iraq, the german journalist philipp abresch travelled to baghdad and gave 170 disposable cameras to iraqi children and young people. they produced innumerable photos from the crisis-torn region, most of them focusing on the civilian population. anna bilger reports on remote_a quantara.de.

baghdad

remote_a © worldphotoproject

eigentlich ohne worte .......

on torture and modern barbarism: three articles, which deal with thanatos in us (in german only).

in der neuesten ausgabe des remote_a falter macht zu recht isolde charim darauf aufmerksam, daß die aktuelle diskussion zur folter nicht ihren eigentlichen charakter als "perverses begehrenssystem" außer acht lassen dürfe: die rechtlosigkeit des feindes entbindet, enthemmt, barbarisiert auch "uns". der humane ausnahmezustand ist die andere seite, das wahre gesicht der rechtlichen ausnahme (...) das lachen der soldaten neben ihren toten opfern kann auf keine kosten-nutzen rechnung zurückgeführt werden. trotzdem ist das nicht einfach eine private obsession (...) die perversion hat einen ort im machtsystem erhalten ... das lächeln von [lynndie england ....] und die systematik eines militärischen apparates sind somit die beiden seiten einer medaille. dies gilt es, auch bei der lektüre von harald neubers remote_a artikel zu bedenken, der in teleopolis die folterhandbücher des us-amerikanischen militärs unter die lupe nimmt. doch es ist nicht nur das lächeln der täter, die den abgrund in uns eröffnet, es ist auch das leiden der opfer, das uns barbarisiert. remote_a dem perlentaucher verdanken wir den hinweis auf den berühmten aufsatz von jean améry aus dem jahr 1965, der beim online-merkur remote_a als pdf downloadbar ist. quälend logisch beschreibt améry in seinem aufsatz die tortur das ende des prinzips hoffnung für den gefolterten: ... dass man aber den lebenden menschen schon im leben halb und halb zum raub des todes machen kann, dies wird erst in der tortur erfahren. die schmach solcher vernichtung läßt sich nicht mehr tilgen.

susan sonntag on torture in iraq: considered in this light, the photographs are us.

sauseschritt verdankt remote_a ostracised den hinweis auf susan sonntag?s essay remote_a regarding the torture of others. man/frau lese aufmerksam, vielleicht auch die kritik auf kerleone?s remote_a mosaikum .....
nach diesem eintrag hat sauseschritt dem dieswöchigen falter entnommen, dass sich auch klaus nüchtern in seinem leitarkikel auf susan sonntags essay bezieht. und der dieswöchige falter veröffentlicht remote_a folgende reportage: die bilder aus den irakischen gefängnissen wecken bei ihnen erinnerungen an eigenes leid. wie überlebt, wie bekämpft, wie erträgt man folter? gespräche mit opfern und ihren helfern. FLORIAN KLENK und NINA WEISSENSTEINER

children of bush's america: the torturers of abu ghraib were mcworkers who ended up in iraq because they could no longer find decent jobs at home. an article by remote_a naomi klein in the guardian. sauseschritt also recommends remote_a michael moore?s latest movie ("fahrenheit 9/11"), which in its second part also reflects this issue. a review of the movie, which was shown in cannes, is provided by remote_a der standard (german).

lynndie"i was instructed by persons in higher rank to 'stand there, hold this leash, look at the camera,' and they took pictures for psyops (psychological operations)," berichtete die 21jährige remote_a private lynndie r. england über eine dimension menschlicher destruktivität gestern im orf. ein hochrangiger offizier der österreichischen armee nimmt an, die (reserve-) einheit, der die soldatin angehört hätte, sei nicht besonders gut ausgebildet gewesen. und ein wenig verheddert sich der herr auch in der erkläreung der vielen facetten, die eine derartiges verhalten bedingen könnten. man könne letzendlich nichts genaues sagen .... sauseschritt fragt sich, ob der herr so naiv tut oder einfach professionelle schwächen gezeigt hat. denn peinlich ist die angelegenheit für die militärs aller coleur, zeigt der fall lynndie r. england doch recht deutlich, dass jede militärische ausbildung die innerpsychischen barrieren gegen gewaltausübung systematisch herabsetzen muss, um soldat/inne/en zum funktionieren in extremsituationen zu bringen. der fall england ist somit kein fall einer "entarteten frau" (wie dies die mediale iconographie nahelegt: vergnügt lächelnd bei der demütigung von gefangenen aber entstellt grimassierend im interview). vielmehr ist er ein beispiel wie staatlich monopolisierte gewaltausübung in letzter konsequenz funktionieren muß, um effektiv zu werden. tatsächlich passen die gezeigten bilder gut in unsere mediale landschaft, die sich gerne der versatzstücke frauen/gewalt/sexualität bedient. und remote_a naomi klein verdanken wir den hinweis auf die soziale herkunft von opfern und täter/innen. dem interviewten offizier des österreichischen bundesheeres sei daher das unangenehme buch seines kollegen lt.col dave grossmann ans herz gelegt, das nicht nur allein vom töten spricht:
onkilling remote_a grossmann, dave: on killing. the psychological cost of learning to kill in war and society. drawing on interviews, published personal accounts and academic studies, grossman investigates the psychology of killing in combat. stressing that human beings have a powerful, innate resistance to the taking of life, he examines the techniques developed by the military to overcome that aversion. his provocative study focuses in particular on the vietnam war, revealing how the american soldier was "enabled to kill to a far greater degree than any other soldier in history." grossman argues that the breakdown of american society, combined with the pervasive violence in the media and interactive video games, is conditioning our children to kill in a manner siimilar to the army's conditioning of soldiers: "we are reaching that stage of desensitization at which the infliction of pain and suffering has become a source of entertainment: vicarious pleasure rather than revulsion. we are learning to kill, and we are learning to like it." grossman, a professor of military science at arkansas state university, has written a study of relevance to a society of escalating violence.

 

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