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un, deux, trois ....

 

[staying home]

sunday
den film an einem sonntag anzusehen, an dem man/frau viel geplant aber letztendlich nichts substantielles getan hat, ist anzuraten. existentielle krisen und fortschreitendes altern unterstützen die wertschätzung. auch wer gute geschichte mag, kann dem streifen viel, sehr viel abgewinnen. sauseschritt, durch die letzte veröffentlichung von mk2 auf jonathan nossiter aufmerksam geworden, erwartet vorzügliches von einer etwas hochpreisigen dvd. was in sauseschritts schlichten sonntag nachmittag explodiert, ist eine cinematografische sensation.

ein sonntag wie viele andere, aber mit etwas mehr tiefenschärfe. ein sonntag wie unser leben. auch das filmmakermagazine zeigt sich tief beeindruckt.

(...) The film's tightly plotted narrative follows with irrational persistence the logic of mistaken identity. One wintry Sunday morning in Queens, Oliver (David Suchet) leaves the homeless shelter to which IBM downsizing has exiled him only to be approached by a strange woman uttering, "You're Matthew Delacorta, the film director." More an incantation than an introduction, this phrase unleashes an improvisational fantasy to which both Oliver and the woman, Madeline (Lisa Harrow), a self-exiled, middle-aged English actress, at first tentatively and then tenaciously cling (...)

eingedenk seiner noch immer sehr bemühten und (fast) professionellen versuche, eingedenk seiner band, die aus ihm, dem mann mit dem funny hat und einem (zugegeben sehr jungen) dreamboy aus süd - korea bestand, angedenk der empörten anrainer in der wiedner hauptstrasse xy und überhaupt. ja, das war ein commitment! natürlich, im falle dass, ich hätte die rolle des etwas in die jahre gekommenen joey "the lips" fagan für mich in anspruch genommen. schon allein wegen der wunderbar kaugummi kauenden weiblichen vocals. so, lets go:

what a try! !!!!!

58IFB_Hauptplakat_Size2bloggerkollegin charming quark, die gleichzeitig auch hardcore - skandinavien - fan ist, macht uns in zwei postings (1) (2) auf den diesjährigen schwerpunkt der berlinale aufmerksam: neue filme aus dem hohen norden. die berlinale liegt mit diesem vorhaben gerne im trend:
(...) Skandinavische Filme zeigen in den vergangenen Jahren eine ausgesprochen hohe Festivalpräsenz, allein an der diesjährigen Berlinale waren beispielsweise 20 skandinavische Produktionen zu finden. Bei Filmen aus Dänemark, Schweden, Norwegen und Island gilt meist schon das Produktionsland als Garant für hohe Kinoqualität und sie gehören, nicht ohne Grund, zum gut besuchten Segment der Programmkino- und Arthousefilme (...)
mehr davon auf einer darmstädter seite.

cp

photo by samantha murphy

die kindheit von sauseschritt´s alter ego war schwer: insbesondere für den aufstrebenden wissbegierigen jungen, dem strikt verboten wurde, beim essen zu lesen. das war noch vor den zeiten des fernsehens, der couch potatoes und fussballspiel - besäufnisse.

jetzt, in paris, nimmt man/frau das mittagessen noch immer liebend gerne mit freunden ein, zelebriert diese 90 minuten mit wein, gesprächen, vorspeisen und der gestärkten stoffserviette auf den oberschenkeln. doch auch diese letzte bastion französischer kultur hat ernste gegner bekommen. so überraschte sauseschritt erst gestern die nette australische kollegin vom büro nebenan bei ungeheuerlichem! aus einer plastikbox mit undefinierbarem inhalt essend, festgefroren vor dem bildschirm aus dem merkwürdige geräusche kamen:

(...) In cubicles across the country, lunchtime has become the new prime time, as workers click aside their spreadsheets to watch videos on YouTube, news highlights on CNN.com or other Web offerings.

The trend — part of a broader phenomenon known as video snacking — is turning into a growth business for news and media companies, which are feeding the lunch crowd more fresh content. (...)


dank des verweises von utube blog auf ein posting der ny times weiss sauseschritt nun, wie diese beobachtung soziokulturell zu deuten ist und wendet sich mit grausen ab.

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eum fiz um aborto = I made an abortion

photo by caffeina liquida

sometimes angry articles are really to the point. thanks a lot to sarah blustain in
the nation for this clear comment on the post abortion syndrome movement (PASM), which confuses the notion of what abortion is really about. It hurts, but mostly truth does:

(...) Pity the man who conceived four babies with four women and suffered anxiety attacks and nightmares after all four, with his consent, were aborted. Pity the man who saw his soon-to-be-born baby on an ultrasound and instantly came to believe that he "had killed two of my own kids" through abortion. Pity the man who abused alcohol after his girlfriend aborted. Pity the man who suffered a nervous breakdown, depression, psychosis and nearly suicide after his girlfriend had an abortion despite his pleas.

And pity these men who, wittingly or not, are allowing their pain to be co-opted for political gain. Whatever the cause of their suffering, it is real and they deserve support. But they are also the new face of the antiabortion movement: Post-Abortion Syndrome--for men (...)

eines jener postings, die nur sehr wenige menschen verstehen; herr s. möglicherweise, dem aufgrund von realen neuigkeiten die scheinbaren neuigkeiten in den letzten wochen vorenthalten blieben; frau m. ganz sicher, die ja die rechte derer vertreten soll, die opfer der derzeitigen typisch österreichischen wirrnisse sein könnten: herr m., der ja mit sauseschritt quasi verwandtschaftlich verbunden ist und ungewollt disponiert wird.

wie auch immer: man ersetze die "liebe" der cornelia mit dem beruflichen "ethos" von sauseschritts alter ego an diesem tag der (scheinbaren) entscheidungen. die melodie gewinnt plötzlich sinn. wir sind verwirrt, aber gewöhnt daran. wir wollen mehr als dieser apparat in all seiner inkompetenz zu geben imstande ist. wir sind so guter absichten und erreichen doch kaum irgend etwas.

es lebe die inkompetenz! herrn s. schlage ich indes ein treffen bei a. vor: an diesem samstag. und sauseschritt kommt auch für ewaig verrauchte zigaretten auf! auf ihn kann man/(weniger frau) bauen.

basta. lauschen wir nun conny:


überzeugend, die zeitmaschine: um 200 dinger online zu haben!

neolog_web01

eine biographische notiz, von heute abend:
donot

ein film über volksverführer von elia kazan, während schuberts winterreise (gesungen von dietrich fischer-diskau) und inmitten der lektüre von william gibsons mustererkennung: plötzlich hat sauseschritt den eindruck, als flösse alle zeit ineinander. herzklopfen. wie heisst es am beginn von gibson´s roman:

(...) Es ist die matte, gespenstische Unstunde, limbische Impulse schwappen durch die graue Substanz, erratische Regungen des Stammhirns funken inadäquates Reptilienverlangen nach Sex, Nahrung, Betäubung, obwohl im Moment nichts davon real verfügbar ist (...)

unterbrochen von der amerikanischen zeitansage meines i-books, rafft sauseschritt sich auf und schreibt dies hier. so muss die grenze zum wahnsinn aussehen, denke ich und lasse sauseschritt gewähren. denn schließlich ist auch er ein wenig zeitlos.
also lauschen wir.

almaty
zeit, die winterliche starre zu durchbrechen. wie immer sind es die intellektuellen abenteuer, die zum blog drängen und weniger jene in chisinau oder bishkek.

es geschehen eben noch zeichen und wunder, wie etwa das oeuvre von jonathan nossiter, dessen 2001 gedrehtes psychogramm eines ehebruchs und des nicht-loslassen-könnens vom anderen beeindruckend ist. und wie so oft: je älter desto besser: diesmal charlotte rampling!

(...) Adopting the serio-comic visual associations celebrated in Gombrowicz's novel, the film unfolds largely in Athens as an expatriate American businessman struggles to find coherence in his radical "pursuit of happiness". Alec Fenton (Skarsgård) is a happily married man with two children who nonetheless is maintaining a torrid affair with colleague Katherine (Unger). At the start of the film, impelled by signs clearly decipherable to him, he abruptly ends the liaison after voluntarily confessing its existence to his wife Marjorie (Rampling). But after he accidentally runs into Katherine six months later while on a family skiing vacation abroad, he decides to leave his wife and children and return to America with his fated lover. But on learning from Katherine that their meeting was not an accident but a product of her design, he abandons her a second time and rushes back to Athens to try to salvage his family relations. On his return however, he discovers that Marjorie, who works at the US embassy, has taken up with a Greek political activist, Andreas (Dimitri Katalifos), survivor of the US sponsored years of Greek military dictatorship. (...)

die inhaltsangabe in wikipedia mag zunächst ein wenig unspektaktakulär klingen, der film jedoch ist es nicht.

nicht dass dies die generation von sauseschritt gewesen wäre: aber manches scheint ewig gleich zu bleiben, trotz aller veränderung:

(...) diane was right: the world is changing, music is changing, drugs are changing, even men and women are changing. one thousend years from now there will be no girls and boy, just wankers. that sounds good to me (...)

keine verharmlosung, nein! aber vielleicht haben wir damals einfach nur glück gehabt mit unserem überleben. im gedenken an gary! er hätte damals, wie sauseschritt heute, den film geliebt.


 

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