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un, deux, trois ....

 

(...) als ch gerade einem japaner das bajonett mitsamt der scheide abnahm, bemerkte ich einen marineinfanteristen, der etwas hinter sich herschleifte, was ich zunächst für eine leiche hielt. aber der japaner war nicht tot. er war am rücken schwer verwundet und konnte seine arme nicht bewegen. im mund des japaners glänzten große, goldüberkronte zähne und der mann, der ihn gefangen nahm, wollte sie haben. er setzte mit der messerspitze unten an einem zahn an und schlug mit der handläche auf den griff. weil der japaner um sich trat und zappelte, rutschte das messer ab und drang tief in den mund des opfers ein. darauf hin verfluchte der marineinfanterist den japaner und schlitzte ihm das gesicht von einem ohr zum anderen auf. ich schrie: mach dem elend dieses mannes ein ende. zur antwort wurde auch ich beschimpft. ein anderer marineinfanterist kam hinzu, schoss dem feindlichen soldaten eine kugel ins hirn und beendete so seinen todeskampf. der plünderer brummte nur und fuhr ungerührt fort, seine beute zu sichern (...)

erinnerungen von eugene sledge in der 9. folge von ken burns beindruckender serie über den zweiten weltkrieg, gesehen aus der sicht der einwohner von vier amerikanischen provinzstädten. nun auf arte in 11 teilen. die relevanz für heute und morgen ist unübersehbar. es geht nicht um schuld oder gerechtigkeit: es geht um die dynamik von kriegen: dort und zuhause. kaum moral, und das ist gut so. was der regisseur zu seinem film zu sagen hat, findet sich auch in einem interview bei open source.

 

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