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zaimoglueinfach nur weiterlesen und möglicherweise kommentieren:

(...) Haben die gedacht, die Klassengesellschaft hat aufgehört, oder was? Die besteht immer noch, und die wird auch weiterbestehen. Und das ethnische Moment ist eine Begierde der herrschenden Klasse. So einfach ist das. Und wer mit neoliberalem Dreck kommt, wer aufhört politisch zu denken und anfängt ethnisch hinzugucken, tut es den herrschenden Klassen – und dazu gehören auch die Medienmacher und die Medien – gleich. Sie reden nämlich von der Schule und dreschen dann auf die Lehrer ein. Ja, aber wenn man politisch denken würde, dann würde man schauen, was wird an den Schulen gemacht? Was wurde an Geldern gestrichen? Was ist im Topf noch drin? Was passiert im Alltag? Das ist das Eine. Und das Andere ist, dann aber auch zu sagen: "Eure Ehre, Freunde, wisst Ihr, könnt Ihr Euch echt zwischen Eure Migrantenarschbacken rammen. Eure beschissene Männerehre!" Was ist das? Das ist ein Verbrechen. Das sind Kriminelle. So muss das besprochen werden. Die Rechten kommen immer und sagen "Hey, die kommen aus einem anderen Kulturkreis." Man darf tatsächlich Dinge, die aus diesem anderen Kulturkreis kommen auch nicht bagatellisieren. Das wäre Blödsinn. Man darf ja auch nicht den weißen Männern das Wort reden, indem man als Frauenrechtsaktivistin daherkommt und gewissermaßen diese Jungs da abschießt, dann von der Religion spricht und die ethnische Grundlage zum Gegenstand der Erörterung macht. Das sind Weibchen der weißen Männer. Und diese Weibchen kommen und gehen und kommen. Da ist das Etikett "Feminismus", da ist das Etikett "besonders selbstbewusste Grüne" oder wie immer all diese Opportunisten und Aufklärungsspießer heißen. Man guckt sich das an, aber man darf nie aufhören, sich das politisch anzusehen. Der politische Blick ist ein geiler Blick! (...)
watch the word wrote on 2007.11.26, 21:39:
das erinnert mich daran, was bourdieu über den soziologischen blick gesagt hat. damit hat der freilich sicher eine art des 'blickens' gemeint, die ihm soziologisch galt & diese art hatte er u.a. in algerien geschult.

ich wär da ganz und gar dafür, schule, das könnte zuerst eine schule des blickes, des soziologischen, politischen, ethnografischen, reflexiv-anthropologischen blickes sein.
wird sie aber nie sein. schule hat ja den geradezu gegenteiligen zweck.

"aufklärungsspießer", btw, also "aufklärungsspießer", diesen begriff hab ich mir eben in diesem moment vorgenommen, dass der bitte in meinem aktiven wortschatz ankommen soll.

thanks 
moncay antwortete am 2007.11.26, 23:09:
aufklärungsspießer
gefällt mir auch sehr gut! danke für den kommentar und den verweis auf bourdieu. 
 

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